Tragisches Ende nach überragender Leistung

29. Januar 2018

Samira Oudriss scheitert im Achtelfinale der Westdeutschen Meisterschaften der Schülerinnen

Anlässlich des 50jährigen Abteilungsjubiläum richteten die Tischtennisspieler eine bestens organisierte Westdeutsche Meisterschaft der Schülerinnen und Schüler aus. Vom Westdeutschen-Tischtennis-Verband bekam die Mannschaft um Organisator Jakob Eberhardt großes Lob für die Durchführung der Veranstaltung.

Unsere Starterin Samira Oudriss spielte am vergangenen Wochenende in absoluter Topform und konnte sich in der Gruppe mit 2:1 Siegen in die Zwischenrunde vorspielen. Dabei unterlag sie lediglich der an Position drei gesetzten Spielerin, Lea Vehreschild, knapp mit 2:3 im Entscheidungssatz. In der Zwischenrunde spielte Samira gegen Annika Meens, gegen die sie die letzten Vergleiche alle verloren hatte. Beflügelt von ihren guten Leistungen vorher und der Heimatmosphäre konnte Samira sich mit 3:1 in den Sätzen durchsetzen. Dadurch war ihr erstes Ziel erreicht, „den zweiten Wettkampftag zu erreichen“. Trainer Julian Peters bescheinigte Samira eine super Leistung: „Sie hat heute im entscheidenden Moment ihre absolute Topform abgerufen und darüber habe ich mich sehr gefreut.“ Der Sonntag wurde allerdings zum großen Enttäuschungstag: Gegen ihre Gegnerin Joyce van Tilburg rechnete Samira sich durchaus Chancen auf ein erneutes Weiterkommen aus, allerdings kam es gar nicht zum sportlichen Wettkampf. Samira wurde auf Grund ihres Materials disqualifiziert, der Rückhandbelag war nach Messung der Schiedsrichter zu dick und dasselbe Problem wurde auch bei ihrem Ersatzschläger festgestellt. Laut dem Hersteller rechnen die Schiedsrichter falsch, d.h. die Klebefolie wird in die Messung einbezogen obwohl dies nicht zulässig ist. Am Ende war es auch unerheblich wer Recht und Unrecht hatte, Samira wurde sehr unglücklich aus dem Turnier geworfen. „Samira tat uns allen am meisten leid, „erklärte Jakob Eberhardt die Situation, „sie hat toll gespielt und dann so auszuscheiden ist natürlich bitter und traurig.“ Zudem bemängelte Eberhardt die fehlende Reaktionsmöglichkeit und die fehlenden Tests im Vorfeld. „Wir können nur mit Lupe und Maßstab messen und haben keine Überprüfungsmöglichkeiten, sondern können nur den Herstellern und Schiedsrichtern vertrauen und glauben.“

Am Ende siegten im Schülerinnen Doppel Hannah Schönau und Leonie Berger, im Einzel hatte ebenfalls Hannah Schönau die Nase vorn. Bei den Schülern gewannen Tobias Slanina und Marco Panic im Doppel und Tobias Slanina im Einzel.

Die Tischtennis-Abteilung freut sich auf die nächsten großen Veranstaltungen und hofft auch in Zukunft auf den Zuspruch des Verbandes.


Kommentare

  1. Uwe W. - 8. Februar 2018 um 0:35

    Zitat aus den Internationalen Tischtennisregeln A (u.a. einsehbar unter http://www.tischtennis.de/fileadmin/documents/Satzungen_Ordnungen/02_2017/17_Internationale_Tischtennisregeln_A.pdf)

    4.3 Eine zum Schlagen des Balls benutzte Seite des Blattes muss entweder mit gewöhnlichem Noppengummi (Noppen nach außen, Gesamtdicke
    einschließlich Klebstoff höchstens 2,0 mm) oder mit Sandwich-Gummi (Noppen nach innen oder nach außen, Gesamtdicke einschließlich Klebstoff
    höchstens 4,0 mm) bedeckt sein.

    Auszug aus den Internationalen TT-Regeln B (http://www.tischtennis.de/fileadmin/documents/Satzungen_Ordnungen/02_2017/18_Internationale_Tischtennisregeln_B.pdf):

    2.4.2.4  Alle Spieler haben das Recht, ihre Schläger freiwillig und ohne Straffolge vor dem Spiel testen zu lassen.

    Mit dieser Regelung soll den Spielerinnen und Spielern die Möglichkeit eingeräumt werden, unter Einsatz der anerkannten Messgeräte ihr Spielmaterial, für das sie selber verantwortlich sind, jederzeit testen lassen zu können.

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